Brand Rohrleitung

Datum: 14. August 2019 
Alarmzeit: 6:24 Uhr 


Einsatzbericht:

Rauch bis Euskirchen sichtbar Brand in der Eifel sorgt für Millionenschaden

Die Rauchwolke in Bad Münstereifel-Iversheim war zeitweise bis nach Euskirchen zu sehen.

Bad Münstereifel-Iversheim
Die Rauchwolke war bis nach Euskirchen sichtbar. Zwischen Iversheim und Kreuzweingarten war die Sicht der Verkehrsteilnehmer eingeschränkt. Zudem hatte die Warn-App Nina Alarm ausgelöst und die Bevölkerung vor der starken Rauchentwicklung beim Lagerhallenbrand in Iversheim gewarnt. Ein Mitarbeiter der Recyclingfirma Cabka GmbH & Co. KG Eifel kam verletzt ins Krankenhaus. Laut Polizei entstand ein Sachschaden in Höhe von mehr als einer Million Euro.

Gegen 6.30 Uhr war aus noch ungeklärter Ursache in einer Lagerhalle ein Feuer ausgebrochen. Wie Marita Hochgürtel, Pressesprecherin der Stadt Bad Münstereifel sagte, hatten die Mitarbeiter der Frühschicht zunächst Flammen im Bereich einer Recyclinganlage bemerkt. Ein 65 Jahre alte Mitarbeiter wurde der Polizei zufolge verletzt ins Krankenhaus gefahren. „Er hat über ein starkes Kratzen im Hals geklagt“, sagte ein Polizist vor Ort. Seine Kollegen hatten sich in Sicherheit gebracht und die Feuerwehr alarmiert.

Da die Flammen und die Rauchwolken weithin sichtbar waren, wurde  sofort ein zweiter Löschzug alarmiert. Unter der Leitung von Thomas Bauerfeind und dem stellvertretenden Kreisbrandmeister Harald Heinen waren mehr 100 Feuerwehrleute im Einsatz. „Wir hatten mit der extrem dichten Rauchentwicklung zu kämpfen“, schilderte Herbert Fass. In der Anfangsphase des Brands seien knapp 15 Trupps unter Atemschutz in die Lagerhalle vorgerückt und hätten die Flammen bekämpft, so Fass. Zeitgleich wurde an der Westseite der Lagerhalle die Drehleiter in Stellung gebracht, um die Flammen auch  von oben zu bekämpfen.

Zeitgleich stationierte die Feuerwehr ein Fahrzeug beim angrenzenden Betrieb Peter-Greven-Fett-Chemie. Dort hatte aufgrund der starken Rauchentwicklung die Brandmeldeanlage Alarm gegeben. Wegen des  Funkenflugs entschied sich Einsatzleiter Bauerfeind, ein Fahrzeug samt Besatzung abzukommandieren.

Eine dichte Rauchwolke war in Kreuzweingarten zu sehen.

Aus dem Schleidener Brandschutzzentrum wurde der Atemschutzcontainer zum Einsatzort beordert, um die  Feuerwehrleute mit frischen Pressluftatmern zu versorgen.  Von Kall rollte ein weiterer Einsatzleitwagen 2 an, von Dahlem ein ABC-Erkunder. Auch der Abrollbehälter Schaum wurde nach Iversheim gebracht. Der Schaum war nötig, weil sich in der Absauganlage der Lagerhalle zahlreiche Glutnester gebildet hatten. „Die Abfallreste hatten sich in der Anlage gesammelt und waren verklumpt“, erklärte Einsatzleiter Bauerfeind. Um besser an die Glutnester heranzukommen, entschied sich die Feuerwehr dazu, die Absauganlage stückchenweise aufzuflexen. Anschließend wurden die Bereiche mit Schaum abgelöscht.

„Wir haben drei Einsatzabschnitte gebildet“, erklärte der stellvertretende Kreisbrandmeister Harald Heinen: „Zwei in der Halle und einen, der sich bis nach Kreuzweingarten erstreckt.“ Die Euskirchener Feuerwehr unterstützte ebenfalls die Kollegen aus Bad Münstereifel mit dem Gerätewagen Messtechnik. Sie untersuchten, ob durch die Rauchentwicklung Gefahren für die Bevölkerung ausgingen. „Wir waren von Anfang an optimistisch, dass das nicht der Fall ist. Dennoch mussten wir natürlich auf Nummer sichergehen“, so Heinen.

Auf Nummer sicher gingen die Feuerwehrleute auch im Bereich der Erft. Mit Sandsäcken verhinderten sie, dass das kontaminierte Löschwasser und der eingesetzte Löschschaum in den Fluss gelangten. „Dafür haben wir Sandsäcke vom Bauhof kommen lassen“, erklärte Ulrich Ley, Allgemeiner Vertreter von Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian. Das Deutsche Rote Kreuz rückte ebenfalls aus. Die 15 ehrenamtlichen Mitarbeiter versorgten die Einsatzkräfte mit Getränken und Süßigkeiten.

Die Pressesprecherin der Cabka-Gruppe in Berlin, Heike Ramon, sagte der Redaktion, dass Team in Iversheim habe bei den Brand gut reagiert und alles schnell im  Griff gehabt: „Wir werden schnellstmöglich mit der Instandsetzung beginnen.“

Quelle: https://www.ksta.de/region/euskirchen-eifel/bad-muenstereifel/rauch-bis-euskirchen-sichtbar-brand-in-der-eifel-sorgt-fuer-millionenschaden–33007796