Produktionshallenbrand

Datum: 2. Juni 2011 
Alarmzeit: 0:00 Uhr 


Einsatzbericht:

Warum es an Christi Himmelfahrt gebrannt hat, ist noch unklar. Der Schaden liegt im Millionenbereich. Wie es in den Nordeifelwerkstätten weitergeht, wird am Mittwoch bekanntgegeben.

Zülpich-Ülpenich – Teile des Geländes der Nordeifelwerkstätten (NEW) in Ülpenich gleichen einem Trümmerfeld, in der Luft ist ein penetranter Schwefelgeruch allgegenwärtig. Das Ausmaß der Schäden, den ein Großbrand am vergangenen Donnerstag auf dem NEW-Gelände angerichtet hat, ist immens. Mehrere Produktions- und Lagerhallen sind den Flammen zum Opfer gefallen, die Schadenssumme bewegt sich ersten Schätzungen zufolge im Millionenbereich. Glück im Unglück hatten die 330 behinderten und 150 hauptamtlichen Mitarbeiter, da sie sich aufgrund des Feiertages nicht in den betroffenen Gebäuden aufgehalten hatten, und somit niemand zu Schaden kam.

Die Ursache für den Brand ist noch ungeklärt. „Weder ein technischer Defekt noch Brandstiftung können zum jetzigen Zeitpunkt ausgeschlossen werden“, erklärte der Zülpicher Wehrleiter Richard Cremer. „Teile der Gebäude sind einsturzgefährdet, das behindert die Arbeiten der Ermittler enorm“, berichtete Cremer. Mitarbeiter einer Spezialfirma wurden damit beauftragt, die riesigen Mengen Schutt zu beseitigen. Sie werden dabei von Brandermittlern begleitet, um mögliche Spuren hinsichtlich der Brandursache zu sichern. Fraglich ist aktuell zudem, warum das installierte Brandmeldesystem nicht gegriffen hatte.

Wie genau es nun für die Mitarbeiter der Ülpenicher Nordeifelwerkstätten weitergehen soll, steht noch nicht endgültig fest. „Wir arbeiten mit Hochdruck an Lösungen, bis Mitte der Woche wissen wir hoffentlich mehr“, erklärte Wilhelm Stein, Geschäftsführer der Einrichtung, auf Anfrage. So hoffe man, dass rund 150 behinderte Mitarbeiter ihre Arbeit ab kommender Woche wieder aufnehmen können. Ein Großteil des restlichen Personals würde demnach vorerst in den Einrichtungen in Kuchenheim und Zingsheim untergebracht werden.Stein: „Vor dem Brand waren 25 Groß- und Kleinbusse für uns im Einsatz, die die Mitarbeiter von ihrem Wohnort im Raum Euskirchen-Zülpich-Weilerswist nach Ülpenich und wieder zurückgebracht haben. Jetzt müssen wir weite Teile der Linienführung ändern.“

Fest stehe indes, dass die Einrichtung in Ülpenich bis zum Ende der Woche geschlossen bleiben wird, so Stein weiter. Dies sei allerdings ebenfalls mit organisatorischen Problemen verbunden. „Da viele unserer behinderten Mitarbeiter in entsprechenden Wohneinrichtungen leben, stößt das dortige Personal nun natürlich an seine Grenzen, weil die Bewohner momentan rund um die Uhr betreut werden müssen“, stellte Stein klar. Daher seien aktuell einige der hauptamtlichen NEW-Mitarbeiter zur Unterstützung in den jeweiligen Einrichtungen im Einsatz.

Über die genauen Planungen für die nächste Zeit sollen Mitarbeiter, Eltern und Öffentlichkeit am Mittwoch informiert werden.

(Quelle: KSTA http://www.euskirchen-online.ksta.de/html/artikel/1307180045683.shtml)